Wirth/Billich dominieren den Samstag – Spannende Duelle im gesamten Feld

Mit dem zwölf Minuten plus einer Runde dauernden Supersprint startete die Internationale Sidecar Trophy am Samstag in Rijeka in den Renntag. Nicht am Start standen Ezra Brouwer und Palmira ter Steeg. Das niederländische Team wurde bereits das gesamte Wochenende von technischen Problemen geplagt und entschied sich aufgrund von Motor- und Ölproblemen vorsorglich gegen einen Start.

An der Spitze ließen Enrico Wirth und Ronja Billich von Beginn an keine Zweifel aufkommen. Bereits wenige Meter nach dem Start setzte sich das Duo ab und führte nach der ersten Runde bereits mit mehr als fünf Sekunden Vorsprung vor Mike Roscher und Anna Burkhard. Mit konstanten Rundenzeiten im Bereich von 1:35 Minuten waren Wirth/Billich das Maß der Dinge und kontrollierten das Rennen souverän bis ins Ziel.

Auch Roscher/Burkhard fuhren ein weitgehend einsames Rennen auf Rang zwei und konnten ihre Position sicher behaupten.

Spannend wurde es dagegen im Kampf um den dritten Platz. Benjamin Herpel und Luca Siemß hatten sich zunächst vor Franz Kapeller und Markus Billich behauptet. Immer wieder versuchte Kapeller insbesondere auf den Geraden und in den schnellen Passagen Druck aufzubauen, doch Herpel verteidigte seine Position geschickt und ließ keine Lücke offen. Mehrfach kam Kapeller in Schlagdistanz, ein erfolgreiches Überholmanöver gelang jedoch nicht.

Auch dahinter entwickelte sich ein enges Rennen. Peter Schröder und Michael Prudlik führten zunächst eine Verfolgergruppe vor Maximilian Bell und Julia Preisinger sowie Markus Volland und Lena Gubernath an. Im weiteren Rennverlauf lieferten sich die drei Teams einen sehenswerten Dreikampf. Besonders auf der Zielgeraden wurde immer wieder attackiert, doch Schröder konnte die Vorteile seines 1000er-Gespanns nutzen und die Angriffe erfolgreich abwehren.

Für weitere Spannung sorgten die Duelle zwischen Jürgen Damaschke und Trophy-Neueinsteiger Manuel Huppert sowie Andre und Petra Hummel. Über mehrere Runden hinweg trennten die Teams nur wenige Meter.

Mit zunehmender Renndauer begannen die ersten Überrundungen. Dennoch blieb das Feld eng beisammen und zahlreiche Positionskämpfe sorgten für beste Unterhaltung auf dem Grobnik Circuit.

Im Ziel überquerte das Team Herpel/Siemß zunächst als Dritter die Ziellinie. Durch eine nachträgliche Zeitkorrektur änderte sich jedoch die Reihenfolge, sodass Franz Kapeller und Markus Billich als Dritte gewertet wurden. Herpel/Siemß fielen auf Rang vier zurück.

In der Trophy-600-Wertung gingen die vollen Punkte damit an Enrico Wirth und Ronja Billich vor Franz Kapeller und Markus Billich sowie Benjamin Herpel und Luca Siemß.

Bei den 1000ern sicherten sich Mike Roscher und Anna Burkhard den Klassensieg vor Peter Schröder und Michael Prudlik. Platz drei ging an Roman Sedlacek und Katerina Rozenkova.

Einen gelungenen Einstand feierte Manuel Huppert. Gemeinsam mit Jürgen Damaschke erreichte er Rang sechs in der Trophy-600-Wertung und sammelte wichtige Erfahrungen. Gleichzeitig bedeutete dies den Sieg in der F2-Challenge-Wertung.

Auch die weiteren Teams konnten sich im Vergleich zu den Trainingssitzungen nochmals steigern. Besonders Bernd Schmidt und Cornelia Siemß zeigten sich nach dem Rennen zufrieden und konnten ihre Zeiten gegenüber dem Vortag nochmals deutlich verbessern.

Damit war die Bühne für das zweite Rennen des Tages bereitet.

Wirth/Billich bleiben das Maß der Dinge – Spannende Duelle trotz großer Hitze

Auch im zweiten Rennen des Tages zeigte sich die Internationale Sidecar Trophy in Rijeka von ihrer besten Seite. Bei hochsommerlichen Temperaturen standen diesmal 15 Minuten plus eine Runde auf dem Programm. Während Ezra Brouwer und Palmira ter Steeg nach den technischen Problemen aus dem ersten Rennen wieder an den Start gingen, verzichteten Andre und Petra Hummel auf eine Teilnahme.

An der Spitze bot sich den Zuschauern erneut das bekannte Bild. Enrico Wirth und Ronja Billich erwischten einen perfekten Start und setzten sich direkt an die Spitze des Feldes. Dahinter reihten sich Mike Roscher und Anna Burkhard sowie Benjamin Herpel und Luca Siemß ein.

Die drei Spitzenteams konnten sich bereits in den ersten Runden vom übrigen Feld absetzen. Während Wirth/Billich an der Spitze erneut einen kontrollierten Sieg vorbereiteten und Roscher/Burkhard ihren zweiten Platz festigten, machten Herpel/Siemß früh klar, dass sie diesmal den dritten Rang auch ins Ziel bringen wollten.

Dahinter entwickelte sich zunächst ein spannender Zweikampf zwischen Franz Kapeller/Markus Billich und Ezra Brouwer/Palmira ter Steeg. Mit zunehmender Renndauer gelang es Kapeller jedoch, sich abzusetzen und den vierten Platz zu sichern.

Hinter den Niederländern lieferten sich Peter Schröder/Michael Prudlik und Maximilian Bell/Julia Preisinger einen sehenswerten Schlagabtausch. Bell/Preisinger kamen Runde um Runde näher an Brouwer/ter Steeg heran und konnten schließlich sogar vorbeigehen. Das niederländische Team kämpfte jedoch weiterhin mit den Nachwirkungen seiner technischen Probleme vom Wochenende, wodurch Bell/Preisinger zwischenzeitlich wieder zurückfielen und der Kampf um die Position neu begann.

Auch im hinteren Feld wurde bis zum Schluss um jede Platzierung gekämpft. Besonders Jürgen Damaschke/Manuel Huppert sowie Thilo Wotzka/Carmen Laudy lieferten sich über mehrere Runden hinweg spannende Positionswechsel und sorgten für beste Unterhaltung.

Für einen Schreckmoment sorgten zwei Runden vor Rennende Mike Roscher und Anna Burkhard. Das BMW-Gespann wurde plötzlich langsamer und verlor deutlich an Tempo. Wie sich später herausstellte, hatte sich das Vorderrad gelockert. Dank seiner großen Erfahrung reagierte Mike Roscher sofort, reduzierte das Tempo und brachte das Gespann sicher ins Ziel, wodurch Platz zwei gesichert werden konnte.

An der Spitze ließ das Duo Wirth/Billich dagegen nichts anbrennen und feierte den zweiten Sieg des Tages. Benjamin Herpel und Luca Siemß sicherten sich diesmal Rang zwei der 600er-Wertung direkt auf der Strecke vor Franz Kapeller und Markus Billich.

In der F2-Challenge gingen die vollen Punkte an Thilo Wotzka und Carmen Laudy.

Bei den 1000ern wiederholte sich das Ergebnis des ersten Rennens. Mike Roscher und Anna Burkhard gewannen die Klasse vor Peter Schröder und Michael Prudlik. Rang drei ging erneut an Roman Sedlacek und Katerina Rozenkova.

Mit zwei spannenden Sprintrennen endete damit der Samstag in Rijeka. Die Aufmerksamkeit richtet sich nun auf das Hauptrennen am Sonntag. Über 20 Minuten Renndistanz werden Fahrer, Beifahrer und Material bei den erwarteten hochsommerlichen Temperaturen nochmals vor ganz besondere Herausforderungen stellen. Reifenverschleiß, Kondition und die richtige Renneinteilung könnten dabei eine entscheidende Rolle spielen.

Saturday Race Report – International Sidecar Trophy Rijeka

Wirth/Billich dominate the Supersprint – Exciting battles throughout the field

The International Sidecar Trophy kicked off Saturday’s race action in Rijeka with a 12-minute-plus-one-lap Supersprint. Ezra Brouwer and Palmira ter Steeg did not take the start after being plagued by technical issues throughout the weekend. Due to engine and oil-related problems, the Dutch team decided not to risk participating in the opening race.

At the front, Enrico Wirth and Ronja Billich left no doubt about their intentions. Within the first few corners they had already pulled away from the field and completed the opening lap with a lead of more than five seconds over Mike Roscher and Anna Burkhard. Consistently lapping in the 1:35 range, Wirth and Billich controlled the race from start to finish. Roscher and Burkhard also enjoyed a relatively lonely race in second position, safely maintaining their place throughout the event.

The battle for third place proved far more exciting. Benjamin Herpel and Luca Siemß initially held off Franz Kapeller and Markus Billich. Time and again Kapeller tried to apply pressure, especially on the straights and through the fast sections, but Herpel defended superbly and refused to leave any opening. Although Kapeller repeatedly closed the gap, he could not find a way past.

Further behind, Peter Schröder and Michael Prudlik led a chasing group ahead of Maximilian Bell and Julia Preisinger as well as Markus Volland and Lena Gubernath. The trio provided some of the most entertaining action of the race. Several overtaking attempts were made on the main straight, but Schröder was able to use the power advantage of his 1000cc outfit to hold his position. There were also close battles involving Jürgen Damaschke and Trophy newcomer Manuel Huppert, as well as Andre and Petra Hummel. For several laps, only a few metres separated the teams. As the race progressed, the leaders began encountering lapped traffic. Despite this, the field remained closely packed in several groups, providing spectators with plenty of exciting action around the Grobnik Circuit. Herpel and Siemß initially crossed the finish line in third place. However, a post-race time adjustment changed the final classification, promoting Franz Kapeller and Markus Billich to third while Herpel and Siemß were classified fourth.

In the Trophy 600 class, Enrico Wirth and Ronja Billich took maximum points ahead of Franz Kapeller and Markus Billich, with Benjamin Herpel and Luca Siemß completing the podium. In the 1000cc category, Mike Roscher and Anna Burkhard secured victory ahead of Peter Schröder and Michael Prudlik. Third place went to Roman Sedlacek and Katerina Rozenkova. A successful debut was enjoyed by Manuel Huppert. Together with Jürgen Damaschke, he finished sixth in the Trophy 600 classification while also securing maximum points in the F2 Challenge category. Several teams continued to improve throughout the weekend. Bernd Schmidt and Cornelia Siemß in particular were pleased with their progress, having significantly lowered their lap times compared to the previous day.


Wirth/Billich remain unbeatable – Heat and battles define Race 2

The second race of the day once again provided excellent sidecar racing in Rijeka. Under hot summer conditions, the teams faced a race distance of 15 minutes plus one lap. Ezra Brouwer and Palmira ter Steeg returned to the grid after missing the opening race due to technical issues, while Andre and Petra Hummel elected not to start.

At the front, the familiar picture quickly emerged. Enrico Wirth and Ronja Billich made another perfect start and immediately moved into the lead, followed by Mike Roscher and Anna Burkhard. Benjamin Herpel and Luca Siemß settled comfortably into third place. The leading trio soon pulled clear of the rest of the field. Wirth and Billich controlled proceedings at the front, while Roscher and Burkhard secured a comfortable second position. Herpel and Siemß also established themselves in third and focused on maintaining their advantage.

Behind them, an entertaining battle developed between Franz Kapeller and Markus Billich and the returning Dutch pairing of Ezra Brouwer and Palmira ter Steeg. As the race progressed, Kapeller and Billich gradually pulled away to secure fourth position. Further back, Peter Schröder and Michael Prudlik found themselves locked in battle with Maximilian Bell and Julia Preisinger. Lap after lap, Bell and Preisinger closed the gap to Brouwer and ter Steeg and eventually managed to move ahead. However, the Dutch team was still struggling with the technical issues that had affected them throughout the weekend, leading to further position changes as the race unfolded.

The battles continued throughout the field. Jürgen Damaschke and Manuel Huppert enjoyed several close exchanges with Thilo Wotzka and Carmen Laudy, providing plenty of entertainment for the spectators. Two laps from the finish, Mike Roscher and Anna Burkhard suffered a scare when their outfit suddenly lost pace. It later emerged that a loose front wheel had caused the issue. Thanks to Roscher’s experience, he immediately backed off and safely brought the outfit to the finish, preserving second place.

At the front, however, Wirth and Billich remained untouchable and secured their second victory of the day. Benjamin Herpel and Luca Siemß finished second in the Trophy 600 category ahead of Franz Kapeller and Markus Billich. In the F2 Challenge, maximum points went to Thilo Wotzka and Carmen Laudy. The 1000cc category produced the same podium as Race 1. Mike Roscher and Anna Burkhard claimed victory ahead of Peter Schröder and Michael Prudlik, while Roman Sedlacek and Katerina Rozenkova completed the podium in third.

With two exciting sprint races completed, Saturday’s action in Rijeka came to an end. Attention now turns to Sunday’s feature race. Over a 20-minute distance and in expected high temperatures, both riders and machines will face their toughest challenge of the weekend. Tyre management, fitness and race strategy could all prove decisive.

Text + Foto: Doreen Müller-Uhlig