Starterliste Schleiz

Starterliste Int. Sidecar Trophy 2026
Nr.Fahrer/BeifahrerLand1000600
3Kochlöfl/
Maixner
CZ/CZx
5Schröder/
Zimmermann
CH/Dx
8Damaschke/
Grunow
D/Dx
11Schmidt/SiemßD/Dx
13Schlosser/KriegD/Dx
14Gnefkow/
Kinmayer
D/Dx
15Wotzka/LaudyD/Dx
16Preuß/
Dirnthaler
D/Ax
18Arnschek/
Prudlik
D/Dx
22Bell/PreisingerD/Dx
25Svejda/MaixnerCZ/CZx
26Hollburg/
Czerski
D/Dx
30Zimmermann/
Hirschi
D/CHx
33Seib/WalterD/Dx
43Volland/
Gubernath
D/Dx
51Kuiper/KuiperNL/NLx
52Kindermann/
Kindermann
D/Dx
56Rutz/ Billich, MCH/Dx
55Steiner/
Rupprecht
CH/Dx
60Herpel/MarklinD/Dx
66Roscher/
Burkhard
D/CHx
67Brouwer/
Ter Steeg
NL/NLx
73Wirth/ Billich, RD/Dx
77Reeves/FarnierGB/Fx
79Sedlacek/
Sedlacek
CZ/CZx
85Kranenburg/
Seegers
NL/NLx

Drei Siege in drei Rennen – und ein Denkanstoß zum Thema Sicherheit

Mit dem Hauptrennen endete am Sonntag das Rennwochenende der Internationalen Sidecar Trophy auf dem Grobnik Circuit in Rijeka. Bei hochsommerlichen Temperaturen warteten noch einmal 20 Minuten plus eine Runde auf die Teams. Nach zwei spannenden Sprintrennen am Samstag sollte auch das Hauptrennen nicht enttäuschen – und bot neben packendem Motorsport am Ende auch Anlass, über das Thema Sicherheit nachzudenken.

Bereits das morgendliche Warm-up fand bei besten Bedingungen statt. Nicht alle Teams nutzten die Gelegenheit für letzte Abstimmungsarbeiten, doch die Temperaturen ließen bereits erahnen, dass Fahrer, Beifahrer und Material noch einmal ordentlich gefordert werden würden.

Alle Teams gingen schließlich an den Start. Lediglich Mike Roscher und Anna Burkhard entschieden sich nach technischen Arbeiten an ihrem Gespann für einen Start aus der Boxengasse. Auch Ezra Brouwer und Palmira ter Steeg waren wieder mit dabei. Die Niederländer hatten ihre Motorprobleme vom Vortag erfolgreich beheben können und nach einem problemlosen Warm-up grünes Licht für das Rennen erhalten.

Beim Start hatten zunächst Benjamin Herpel und Luca Siemß kurz die Nase vorn. Doch Enrico Wirth und Ronja Billich übernahmen bereits in der Anfangsphase die Führung und begannen schon in den ersten Runden, sich vom Feld abzusetzen. Dahinter reihten sich Herpel/Siemß auf Rang zwei ein, gefolgt von Franz Kapeller und Markus Billich.

Während Wirth/Billich an der Spitze bereits nach der ersten Runde mehr als vier Sekunden Vorsprung herausgefahren hatten, entwickelte sich dahinter der eigentliche Kampf des Rennens. Herpel/Siemß, Kapeller/Billich, Ezra Brouwer/Palmira ter Steeg, Peter Schröder/Michael Prudlik sowie Markus Volland/Lena Gubernath bildeten über weite Strecken die spannende Verfolgergruppe.

Teilweise kamen mehrere Gespanne nahezu nebeneinander auf die Start-Ziel-Gerade und kämpften um die beste Position für die erste Kurve. Die Zuschauer bekamen dabei genau das zu sehen, was den Seitenwagensport auszeichnet: harte, aber faire Zweikämpfe, spektakuläre Manöver und ständig wechselnde Abstände.

Währenddessen arbeitete sich Mike Roscher nach seinem Boxengassenstart beeindruckend durch das Feld. Runde für Runde machte das BMW-Gespann Positionen gut und rückte immer näher an die Spitzengruppe heran.

Für das erste vorzeitige Ende sorgten Maximilian Bell und Julia Preisinger. Ein Defekt am Kupplungszug bedeutete das Aus für das Team, das bis dahin mitten in der stark umkämpften Verfolgergruppe gelegen hatte.

An der Spitze blieb das Bild unverändert. Enrico Wirth und Ronja Billich spulten ihre Runden mit beeindruckender Konstanz ab. Runde für Runde bewegten sich ihre Zeiten im Bereich von 1:36 Minuten. Die Konkurrenz konnte das Tempo zwar mitgehen, den Rückstand jedoch nicht entscheidend verkürzen.

Dahinter gelang es Mike Roscher und Anna Burkhard schließlich, sich bis auf Rang zwei vorzuarbeiten. Der Kampf um die weiteren Podiumsplätze blieb dagegen bis weit in die zweite Rennhälfte offen. Benjamin Herpel und Luca Siemß konnten sich zwischenzeitlich etwas Luft verschaffen, doch Franz Kapeller und Markus Billich ließen nicht locker. Immer wieder arbeiteten sie sich Stück für Stück wieder heran und setzten das vor ihnen liegende Gespann unter Druck. So blieb der Kampf um die Podestplätze bis in die Schlussphase des Rennens spannend.

Mit zunehmender Renndauer kamen die ersten Überrundungen hinzu. Doch auch diese Situationen wurden von allen Beteiligten routiniert und fair gelöst. Jeder blieb auf seiner Linie, die schnelleren Teams fanden ihren Weg vorbei – genau so, wie man es im Seitenwagensport kennt.

Bereits auf der letzten Runde schien das Rennen entschieden, als es in der ersten Kurve noch einmal zu einem Schreckmoment kam. Das Gespann von Benjamin Herpel und Luca Siemß drehte sich ein und überschlug sich. Das Fahrzeug blieb auf dem Dach liegen.

Glücklicherweise kamen Fahrer und Beifahrer mit leichten Blessuren davon. Da das Feld bereits nahezu vollständig durch war und die Sieger feststanden, wurde das Rennen nicht mehr unterbrochen.

Besonders bemerkenswert war die Reaktion der Teams. Das Siegergespann Enrico Wirth und Ronja Billich hielt unmittelbar nach dem Zieleinlauf an der Unfallstelle an. Gemeinsam mit weiteren Helfern wurde zunächst Benjamin Herpel aus seiner Lage befreit und anschließend das Gespann wieder aufgerichtet.

Der Vorfall zeigte einmal mehr den außergewöhnlichen Zusammenhalt innerhalb der Sidecar Trophy. Gleichzeitig machte die Situation aber auch deutlich, wie wichtig ausreichend geschultes Personal entlang der Strecke ist. Moderne Überwachungssysteme und Light Panels können viele Aufgaben unterstützen, sie ersetzen jedoch nicht die Menschen vor Ort, wenn nach einem Unfall schnelle Hilfe erforderlich ist.

Gerade im Seitenwagensport gelten besondere Anforderungen bei der Bergung von Fahrer, Beifahrer und Fahrzeug. Die sichere Rettung eines unter einem Gespann liegenden Beifahrers erfordert Erfahrung und spezielle Kenntnisse. Der Vorfall in Rijeka ging glimpflich aus, unterstrich aber einmal mehr die Bedeutung gut ausgebildeter Streckenposten und einer ausreichenden personellen Besetzung an den Strecken.

Sportlich änderte der Zwischenfall nichts mehr am Ausgang des Rennens. Enrico Wirth und Ronja Billich machten mit ihrem dritten Sieg im dritten Rennen das perfekte Wochenende komplett.

In der Trophy-600-Wertung belegten Franz Kapeller und Markus Billich Rang zwei vor Markus Volland und Lena Gubernath auf Platz drei.

Bei den 1000ern setzte sich erneut Mike Roscher gemeinsam mit Anna Burkhard durch. Platz zwei ging an Peter Schröder und Michael Prudlik, während Roman Sedlacek und Katerina Rozenkova erneut den dritten Rang belegten.

Zusätzlich wurden die Sieger der F2-Challenge geehrt. Hier werden die Ergebnisse aller Rennen des Wochenendes zusammengezählt. Die Gesamtwertung ging an Jürgen Damaschke und Trophy-Neuling Manuel Huppert. Für Huppert war es das erste Rennwochenende in der Internationalen Sidecar Trophy – und direkt der erste Pokal seiner noch jungen Trophy-Karriere.

Mit dem Rennen in Rijeka endet für die Internationale Sidecar Trophy zugleich ein Kapitel. Da die IGFC im kommenden Jahr kein Adria Race mehr in Kroatien ausrichten wird, war es der letzte Trophy-Auftritt auf dem Grobnik Circuit im Rahmen dieser Veranstaltung.

Die Serie bedankt sich bei der IGFC für die langjährige Zusammenarbeit und die stets herzliche Gastfreundschaft in Kroatien.

Für die Teams geht es nun ohne lange Pause weiter. Bereits in wenigen Wochen wartet mit dem traditionsreichen Schleizer Dreieck die nächste Herausforderung der Saison.

Three Wins from Three Races – and a Reminder About Safety

The feature race on Sunday brought the International Sidecar Trophy weekend at Grobnik Circuit in Rijeka to a close. With summer temperatures continuing to rise, the teams faced one final challenge: 20 minutes plus one lap. After two exciting sprint races on Saturday, the main race delivered plenty of action once again – and also provided a moment that reminded everyone of the importance of safety in motorsport.

The morning warm-up took place under perfect conditions. Not all teams took to the track for final adjustments, but the temperatures already hinted at the demanding race that lay ahead for drivers, passengers and machinery alike. All teams eventually lined up on the grid. The only exception was Mike Roscher and Anna Burkard, who opted to start from pit lane following technical work on their BMW outfit. Ezra Brouwer and Palmira ter Steeg were back on track after successfully solving the engine issues that had troubled them earlier in the weekend. A trouble-free warm-up session gave the Dutch team confidence to take the start.

At the start, Benjamin Herpel and Luca Siemß briefly held the advantage. However, Enrico Wirth and Ronja Billich moved into the lead early on and immediately began to pull away from the field. Herpel/Siemß settled into second place, followed by Franz Kapeller and Markus Billich. While Wirth and Billich had already built a lead of more than four seconds by the end of the opening lap, the real battle developed behind them. Herpel/Siemß, Kapeller/Billich, Brouwer/ter Steeg, Schröder/Prudlik and Volland/Gubernath formed a highly competitive chasing group for much of the race.

At times, several outfits ran almost side by side down the start-finish straight, fighting for the ideal position into Turn One. The spectators were treated to exactly what sidecar racing is all about: hard but fair racing, spectacular overtaking attempts and constantly changing gaps. Meanwhile, Mike Roscher produced an impressive recovery drive from pit lane. Lap after lap, the experienced German worked his way through the field, steadily closing in on the front runners.

The first retirement of the race came when Maximilian Bell and Julia Preisinger were forced to pull out due to a broken clutch cable. Until then, they had been firmly involved in the intense battle within the chasing pack. At the front, however, the situation remained unchanged. Enrico Wirth and Ronja Billich continued to deliver lap after lap with remarkable consistency, repeatedly circulating in the 1:36 range. While their rivals were able to match the pace at times, nobody could significantly reduce the gap.

Behind them, Roscher and Burkard eventually fought their way up to second place. The battle for the remaining podium positions remained open well into the second half of the race. Herpel and Siemß occasionally managed to create a small cushion, but Kapeller and Billich refused to give up. Time and again they closed the gap and kept the pressure on, ensuring that the fight for the podium remained alive until the closing stages.

As the race progressed, lapped traffic began to play a role. However, these situations were handled professionally and fairly by all competitors. Everyone held their line and the faster teams found their way through – exactly as sidecar racing should be. The race appeared settled on the final lap when a dramatic moment occurred in Turn One. The outfit of Benjamin Herpel and Luca Siemß spun and overturned, coming to rest upside down.

Fortunately, both driver and passenger escaped with only minor injuries. With the majority of the field already through and the winners effectively decided, the race was not interrupted. Particularly noteworthy was the reaction of the competitors. Immediately after taking the chequered flag, race winners Enrico Wirth and Ronja Billich stopped at the accident scene. Together with other helpers, they first assisted Benjamin Herpel and then helped return the outfit to its wheels.

The incident once again highlighted the extraordinary spirit and camaraderie within the Sidecar Trophy paddock. At the same time, it also served as a reminder of the importance of having sufficiently trained personnel around the circuit. Modern monitoring systems and light panels can support race control in many ways, but they cannot replace people when immediate assistance is required following an accident.

Sidecar racing presents unique challenges when it comes to recovering riders, passengers and machines. Safely assisting a passenger trapped beneath an outfit requires experience and specific knowledge. Fortunately, the incident in Rijeka ended without serious consequences, but it once again underlined the importance of well-trained marshals and adequate staffing levels around the circuit.

From a sporting perspective, the accident had no effect on the final result. Enrico Wirth and Ronja Billich completed a perfect weekend by taking their third victory from three races. In the Trophy 600 classification, Franz Kapeller and Markus Billich finished second ahead of Markus Volland and Lena Gubernath in third place.

In the 1000cc category, Mike Roscher and Anna Burkard once again claimed victory. Peter Schröder and Michael Prudlik secured second place, while Roman Sedlacek and Katerina Rozenkova completed the podium in third.

The winners of the F2 Challenge were also honoured. This classification combines the results from all races over the weekend. Overall victory went to Jürgen Damaschke and Trophy newcomer Manuel Huppert. For Huppert, it was his first race weekend in the International Sidecar Trophy – and he immediately celebrated his first trophy.

The Rijeka event also marked the end of an era for the International Sidecar Trophy. As the IGFC will no longer host the Adria Race in Croatia next year, this was the final Trophy appearance at Grobnik Circuit as part of the event. The series would like to thank the IGFC for many years of excellent cooperation and warm hospitality in Croatia. There is little time to rest, however. In just a few weeks, the teams will head to one of the highlights of the season: the legendary Schleizer Dreieck.

Text: Doreen Müller-Uhlig
Foto: Nick Seifert / Sidecar News

Nachlese Rijeka, Infos Schleiz

Liebe Alle,

Rijeka liegt hinter uns. Danke Doreen hast du toll geschmissen die Veranstaltung, danke an die Teams für die Diziplin, danke Maggus für die Pokalspende. Ergebnisse und Punktestände online.

Schleiz liegt vor uns.

Unser Fahrerlager ist wie immer die geteerte Fläche unten, hinter dem Start/Ziel Bereich. Ich werde mit meinen „Hütchen“ vor Ort sein. Wie immer bitte zusätzliche Wohnmobile, Wohnwagen, nicht gebrauchte Anhänger auf den Wiesenbereich oberhalb abstellen. Ja das Stromkalbel langt bis da oben hin. Bitte stellt euch direkt ordentlich und gerade auf, ich kümmer mich nicht auch noch um dieses Feld.

Anbei schon mal der vorläufige Zeitplan für Schleiz. Lizenz und Papierabnahme sowie Transponder oben direkt beim Veranstalterbüro. Einlass Fahrerlager ab Donnerstag morgen. Albert Raesfeld wird wohl für den Reifenservice vor Ort sein. Von hier aus: Gute Besserung Harald.

Fahrerbesprechung Schleiz: 16.30 Wohmo Eckart!

Nenngeld Most: Nennungsschlus war der vergangene Freitag (29.5.2026). Bitte um Erledigung falls noch nicht geschehen. Danke.

Vielen Dank an Vanessa und Ken Knapton für die Pokalspende in Schleiz. Sie werden beide wieder vor Ort sein.

Ciao Euer Team Trophy

Wirth/Billich dominieren den Samstag – Spannende Duelle im gesamten Feld

Mit dem zwölf Minuten plus einer Runde dauernden Supersprint startete die Internationale Sidecar Trophy am Samstag in Rijeka in den Renntag. Nicht am Start standen Ezra Brouwer und Palmira ter Steeg. Das niederländische Team wurde bereits das gesamte Wochenende von technischen Problemen geplagt und entschied sich aufgrund von Motor- und Ölproblemen vorsorglich gegen einen Start.

An der Spitze ließen Enrico Wirth und Ronja Billich von Beginn an keine Zweifel aufkommen. Bereits wenige Meter nach dem Start setzte sich das Duo ab und führte nach der ersten Runde bereits mit mehr als fünf Sekunden Vorsprung vor Mike Roscher und Anna Burkhard. Mit konstanten Rundenzeiten im Bereich von 1:35 Minuten waren Wirth/Billich das Maß der Dinge und kontrollierten das Rennen souverän bis ins Ziel.

Auch Roscher/Burkhard fuhren ein weitgehend einsames Rennen auf Rang zwei und konnten ihre Position sicher behaupten.

Spannend wurde es dagegen im Kampf um den dritten Platz. Benjamin Herpel und Luca Siemß hatten sich zunächst vor Franz Kapeller und Markus Billich behauptet. Immer wieder versuchte Kapeller insbesondere auf den Geraden und in den schnellen Passagen Druck aufzubauen, doch Herpel verteidigte seine Position geschickt und ließ keine Lücke offen. Mehrfach kam Kapeller in Schlagdistanz, ein erfolgreiches Überholmanöver gelang jedoch nicht.

Auch dahinter entwickelte sich ein enges Rennen. Peter Schröder und Michael Prudlik führten zunächst eine Verfolgergruppe vor Maximilian Bell und Julia Preisinger sowie Markus Volland und Lena Gubernath an. Im weiteren Rennverlauf lieferten sich die drei Teams einen sehenswerten Dreikampf. Besonders auf der Zielgeraden wurde immer wieder attackiert, doch Schröder konnte die Vorteile seines 1000er-Gespanns nutzen und die Angriffe erfolgreich abwehren.

Für weitere Spannung sorgten die Duelle zwischen Jürgen Damaschke und Trophy-Neueinsteiger Manuel Huppert sowie Andre und Petra Hummel. Über mehrere Runden hinweg trennten die Teams nur wenige Meter.

Mit zunehmender Renndauer begannen die ersten Überrundungen. Dennoch blieb das Feld eng beisammen und zahlreiche Positionskämpfe sorgten für beste Unterhaltung auf dem Grobnik Circuit.

Im Ziel überquerte das Team Herpel/Siemß zunächst als Dritter die Ziellinie. Durch eine nachträgliche Zeitkorrektur änderte sich jedoch die Reihenfolge, sodass Franz Kapeller und Markus Billich als Dritte gewertet wurden. Herpel/Siemß fielen auf Rang vier zurück.

In der Trophy-600-Wertung gingen die vollen Punkte damit an Enrico Wirth und Ronja Billich vor Franz Kapeller und Markus Billich sowie Benjamin Herpel und Luca Siemß.

Bei den 1000ern sicherten sich Mike Roscher und Anna Burkhard den Klassensieg vor Peter Schröder und Michael Prudlik. Platz drei ging an Roman Sedlacek und Katerina Rozenkova.

Einen gelungenen Einstand feierte Manuel Huppert. Gemeinsam mit Jürgen Damaschke erreichte er Rang sechs in der Trophy-600-Wertung und sammelte wichtige Erfahrungen. Gleichzeitig bedeutete dies den Sieg in der F2-Challenge-Wertung.

Auch die weiteren Teams konnten sich im Vergleich zu den Trainingssitzungen nochmals steigern. Besonders Bernd Schmidt und Cornelia Siemß zeigten sich nach dem Rennen zufrieden und konnten ihre Zeiten gegenüber dem Vortag nochmals deutlich verbessern.

Damit war die Bühne für das zweite Rennen des Tages bereitet.

Wirth/Billich bleiben das Maß der Dinge – Spannende Duelle trotz großer Hitze

Auch im zweiten Rennen des Tages zeigte sich die Internationale Sidecar Trophy in Rijeka von ihrer besten Seite. Bei hochsommerlichen Temperaturen standen diesmal 15 Minuten plus eine Runde auf dem Programm. Während Ezra Brouwer und Palmira ter Steeg nach den technischen Problemen aus dem ersten Rennen wieder an den Start gingen, verzichteten Andre und Petra Hummel auf eine Teilnahme.

An der Spitze bot sich den Zuschauern erneut das bekannte Bild. Enrico Wirth und Ronja Billich erwischten einen perfekten Start und setzten sich direkt an die Spitze des Feldes. Dahinter reihten sich Mike Roscher und Anna Burkhard sowie Benjamin Herpel und Luca Siemß ein.

Die drei Spitzenteams konnten sich bereits in den ersten Runden vom übrigen Feld absetzen. Während Wirth/Billich an der Spitze erneut einen kontrollierten Sieg vorbereiteten und Roscher/Burkhard ihren zweiten Platz festigten, machten Herpel/Siemß früh klar, dass sie diesmal den dritten Rang auch ins Ziel bringen wollten.

Dahinter entwickelte sich zunächst ein spannender Zweikampf zwischen Franz Kapeller/Markus Billich und Ezra Brouwer/Palmira ter Steeg. Mit zunehmender Renndauer gelang es Kapeller jedoch, sich abzusetzen und den vierten Platz zu sichern.

Hinter den Niederländern lieferten sich Peter Schröder/Michael Prudlik und Maximilian Bell/Julia Preisinger einen sehenswerten Schlagabtausch. Bell/Preisinger kamen Runde um Runde näher an Brouwer/ter Steeg heran und konnten schließlich sogar vorbeigehen. Das niederländische Team kämpfte jedoch weiterhin mit den Nachwirkungen seiner technischen Probleme vom Wochenende, wodurch Bell/Preisinger zwischenzeitlich wieder zurückfielen und der Kampf um die Position neu begann.

Auch im hinteren Feld wurde bis zum Schluss um jede Platzierung gekämpft. Besonders Jürgen Damaschke/Manuel Huppert sowie Thilo Wotzka/Carmen Laudy lieferten sich über mehrere Runden hinweg spannende Positionswechsel und sorgten für beste Unterhaltung.

Für einen Schreckmoment sorgten zwei Runden vor Rennende Mike Roscher und Anna Burkhard. Das BMW-Gespann wurde plötzlich langsamer und verlor deutlich an Tempo. Wie sich später herausstellte, hatte sich das Vorderrad gelockert. Dank seiner großen Erfahrung reagierte Mike Roscher sofort, reduzierte das Tempo und brachte das Gespann sicher ins Ziel, wodurch Platz zwei gesichert werden konnte.

An der Spitze ließ das Duo Wirth/Billich dagegen nichts anbrennen und feierte den zweiten Sieg des Tages. Benjamin Herpel und Luca Siemß sicherten sich diesmal Rang zwei der 600er-Wertung direkt auf der Strecke vor Franz Kapeller und Markus Billich.

In der F2-Challenge gingen die vollen Punkte an Thilo Wotzka und Carmen Laudy.

Bei den 1000ern wiederholte sich das Ergebnis des ersten Rennens. Mike Roscher und Anna Burkhard gewannen die Klasse vor Peter Schröder und Michael Prudlik. Rang drei ging erneut an Roman Sedlacek und Katerina Rozenkova.

Mit zwei spannenden Sprintrennen endete damit der Samstag in Rijeka. Die Aufmerksamkeit richtet sich nun auf das Hauptrennen am Sonntag. Über 20 Minuten Renndistanz werden Fahrer, Beifahrer und Material bei den erwarteten hochsommerlichen Temperaturen nochmals vor ganz besondere Herausforderungen stellen. Reifenverschleiß, Kondition und die richtige Renneinteilung könnten dabei eine entscheidende Rolle spielen.

Saturday Race Report – International Sidecar Trophy Rijeka

Wirth/Billich dominate the Supersprint – Exciting battles throughout the field

The International Sidecar Trophy kicked off Saturday’s race action in Rijeka with a 12-minute-plus-one-lap Supersprint. Ezra Brouwer and Palmira ter Steeg did not take the start after being plagued by technical issues throughout the weekend. Due to engine and oil-related problems, the Dutch team decided not to risk participating in the opening race.

At the front, Enrico Wirth and Ronja Billich left no doubt about their intentions. Within the first few corners they had already pulled away from the field and completed the opening lap with a lead of more than five seconds over Mike Roscher and Anna Burkhard. Consistently lapping in the 1:35 range, Wirth and Billich controlled the race from start to finish. Roscher and Burkhard also enjoyed a relatively lonely race in second position, safely maintaining their place throughout the event.

The battle for third place proved far more exciting. Benjamin Herpel and Luca Siemß initially held off Franz Kapeller and Markus Billich. Time and again Kapeller tried to apply pressure, especially on the straights and through the fast sections, but Herpel defended superbly and refused to leave any opening. Although Kapeller repeatedly closed the gap, he could not find a way past.

Further behind, Peter Schröder and Michael Prudlik led a chasing group ahead of Maximilian Bell and Julia Preisinger as well as Markus Volland and Lena Gubernath. The trio provided some of the most entertaining action of the race. Several overtaking attempts were made on the main straight, but Schröder was able to use the power advantage of his 1000cc outfit to hold his position. There were also close battles involving Jürgen Damaschke and Trophy newcomer Manuel Huppert, as well as Andre and Petra Hummel. For several laps, only a few metres separated the teams. As the race progressed, the leaders began encountering lapped traffic. Despite this, the field remained closely packed in several groups, providing spectators with plenty of exciting action around the Grobnik Circuit. Herpel and Siemß initially crossed the finish line in third place. However, a post-race time adjustment changed the final classification, promoting Franz Kapeller and Markus Billich to third while Herpel and Siemß were classified fourth.

In the Trophy 600 class, Enrico Wirth and Ronja Billich took maximum points ahead of Franz Kapeller and Markus Billich, with Benjamin Herpel and Luca Siemß completing the podium. In the 1000cc category, Mike Roscher and Anna Burkhard secured victory ahead of Peter Schröder and Michael Prudlik. Third place went to Roman Sedlacek and Katerina Rozenkova. A successful debut was enjoyed by Manuel Huppert. Together with Jürgen Damaschke, he finished sixth in the Trophy 600 classification while also securing maximum points in the F2 Challenge category. Several teams continued to improve throughout the weekend. Bernd Schmidt and Cornelia Siemß in particular were pleased with their progress, having significantly lowered their lap times compared to the previous day.


Wirth/Billich remain unbeatable – Heat and battles define Race 2

The second race of the day once again provided excellent sidecar racing in Rijeka. Under hot summer conditions, the teams faced a race distance of 15 minutes plus one lap. Ezra Brouwer and Palmira ter Steeg returned to the grid after missing the opening race due to technical issues, while Andre and Petra Hummel elected not to start.

At the front, the familiar picture quickly emerged. Enrico Wirth and Ronja Billich made another perfect start and immediately moved into the lead, followed by Mike Roscher and Anna Burkhard. Benjamin Herpel and Luca Siemß settled comfortably into third place. The leading trio soon pulled clear of the rest of the field. Wirth and Billich controlled proceedings at the front, while Roscher and Burkhard secured a comfortable second position. Herpel and Siemß also established themselves in third and focused on maintaining their advantage.

Behind them, an entertaining battle developed between Franz Kapeller and Markus Billich and the returning Dutch pairing of Ezra Brouwer and Palmira ter Steeg. As the race progressed, Kapeller and Billich gradually pulled away to secure fourth position. Further back, Peter Schröder and Michael Prudlik found themselves locked in battle with Maximilian Bell and Julia Preisinger. Lap after lap, Bell and Preisinger closed the gap to Brouwer and ter Steeg and eventually managed to move ahead. However, the Dutch team was still struggling with the technical issues that had affected them throughout the weekend, leading to further position changes as the race unfolded.

The battles continued throughout the field. Jürgen Damaschke and Manuel Huppert enjoyed several close exchanges with Thilo Wotzka and Carmen Laudy, providing plenty of entertainment for the spectators. Two laps from the finish, Mike Roscher and Anna Burkhard suffered a scare when their outfit suddenly lost pace. It later emerged that a loose front wheel had caused the issue. Thanks to Roscher’s experience, he immediately backed off and safely brought the outfit to the finish, preserving second place.

At the front, however, Wirth and Billich remained untouchable and secured their second victory of the day. Benjamin Herpel and Luca Siemß finished second in the Trophy 600 category ahead of Franz Kapeller and Markus Billich. In the F2 Challenge, maximum points went to Thilo Wotzka and Carmen Laudy. The 1000cc category produced the same podium as Race 1. Mike Roscher and Anna Burkhard claimed victory ahead of Peter Schröder and Michael Prudlik, while Roman Sedlacek and Katerina Rozenkova completed the podium in third.

With two exciting sprint races completed, Saturday’s action in Rijeka came to an end. Attention now turns to Sunday’s feature race. Over a 20-minute distance and in expected high temperatures, both riders and machines will face their toughest challenge of the weekend. Tyre management, fitness and race strategy could all prove decisive.

Text + Foto: Doreen Müller-Uhlig

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