Zum Abschluss der Saison 2026 stand für die Int. Sidecar Trophy in Oschersleben noch einmal das reguläre dritte Rennen des Wochenendes auf dem Programm. Neun Runden trennten die Teams vom Saisonende – und an der Spitze ging es noch einmal um einen starken Abschluss eines ereignisreichen Finalwochenendes.
Max Zimmermann und Manuel Hirschi erwischten erneut den besten Start und übernahmen sofort die Führung. Dahinter reihten sich Todd Ellis/Emmanuelle Clément und Enrico Wirth/Ondra Sedlacek ein. Während Zimmermann/Hirschi vorne zunächst etwas Luft zwischen sich und die Verfolger bringen konnten, blieb Ellis dicht dahinter. Auch Wirth hielt den Anschluss an die beiden Führenden.
Hinter der Spitze entwickelte sich ein spannender Kampf um die weiteren Positionen. Mike Roscher/Thomas Hofer arbeiteten sich auf Rang vier vor. Dahinter lieferten sich Herpel/Siemß, Kranenburg/Charteau und Kindermann/Kindermann über mehrere Runden einen sehenswerten Dreikampf. Die Abstände blieben dabei eng, sodass sich die Positionen immer wieder in Reichweite des nächsten Angriffs befanden.
Auch im Mittelfeld war einiges geboten. Bell/Preisinger konnten sich etwas von den direkten Verfolgern lösen, während Markus Volland/Lena Gubernath und Peter Schröder/Carolin Zimmermann eng beieinander lagen. Dahinter kämpften Morrisson Class/Charlotte Zimmermann, Damaschke/Grunow, Kochlöfl/Maixner, Hummel/ter Steeg und Wotzka/Laudy in einer größeren Gruppe um Positionen.
Für Kai Fischer/Jannis Stahl begann auch das dritte Rennen erneut aus der Boxengasse. Nach dem technischen Totalausfall am Samstag und dem starken Comeback im Double Special am Sonntagmorgen zeigte das Duo erneut eine kämpferische Leistung. Fischer/Stahl arbeiteten sich im Rennen weiter nach vorne und wurden am Ende auf Rang 14 gewertet. Damit gelang dem Team trotz des schwierigen Wochenendstarts ein bemerkenswerter Abschluss und ein starker Einstand mit dem langen 600er in der Trophy.
An der Spitze blieb die Reihenfolge zunächst unverändert: Zimmermann/Hirschi vor Ellis/Clément und Wirth/Sedlacek. Während Zimmermann seine Führung kontrollierte, blieb Ellis in Schlagdistanz. Wirth konnte ebenfalls das Tempo der Spitze mitgehen. Roscher/Hofer fuhr ein starkes Rennen auf Rang vier.
Mit zunehmender Renndistanz kam auch der Überrundungsverkehr ins Spiel. Zimmermann/Hirschi behielten dabei die Kontrolle, während Ellis weiterhin versuchte, den Abstand zu verkürzen. Wirth blieb auf Rang drei. Im Kampf um Platz fünf entwickelte sich der Dreikampf zwischen Herpel/Siemß, Kranenburg/Charteau und Kindermann/Kindermann weiter. Bis in die Schlussphase hinein lagen die drei Gespanne eng zusammen.
Auch Fischer/Stahl mischten sich zwischenzeitlich noch in die Positionskämpfe im Mittelfeld ein. Das Team konnte mehrere Gespanne überholen, musste in der Schlussphase allerdings wieder einige Positionen abgeben. Am Ende reichte es dennoch für Platz 14.
An der Spitze fiel die Entscheidung schließlich ohne Positionswechsel. Max Zimmermann und Manuel Hirschi brachten ihren Vorsprung sicher ins Ziel und feierten damit den Sieg im letzten Rennen der Saison. Todd Ellis und Emmanuelle Clément belegten Platz zwei, Enrico Wirth und Ondra Sedlacek komplettierten das Podium.
Dahinter sicherten sich Roscher/Hofer Platz vier vor Herpel/Siemß. Kranenburg/Charteau kamen auf Rang sechs ins Ziel, gefolgt von Kindermann/Kindermann. Bell/Preisinger belegten Platz acht, Markus Volland/Lena Gubernath beendeten das Finale nach ihrer starken Aufholjagd auf Rang neun. Morisson Class/Charlotte Zimmermann wurden Zehnte.
Für Kochlöfl/Maixner, die auch dieses Rennen aus der Boxengasse aufnehmen mussten, gab es ebenfalls einen versöhnlichen Abschluss: Das Gespann blieb im Rennen und wurde auf Platz 15 gewertet. Hummel/ter Steeg kamen auf Rang 16 ins Ziel, Lenser/Rosset wurden 17.
Am Ende standen 25 gewertete Gespanne im Ergebnis. Lediglich Kapeller/Billich traten zum dritten Rennen nicht mehr an.
Damit ist die Saison 2026 der Int. Sidecar Trophy Geschichte. Nach einem abwechslungsreichen Finale in Oschersleben mit engen Zweikämpfen, technischen Herausforderungen, starken Aufholjagden und drei unterschiedlichen Rennsituationen verabschiedet sich die Trophy in die Winterpause.
Auch in den weiteren Wertungen waren die Meisterschaften bereits vor dem letzten Rennen weitgehend entschieden. In der Trophy 1000 ging der Meistertitel an Mike Roscher und Anna Burkhardt. Die Meisterschaft war bereits vor dem Finale in Oschersleben entschieden.
In der 600er-Wertung hatten Enrico Wirth und Ronja Billich mit Ondra Sedlacek bereits nach dem Double Special den Titel perfekt gemacht. Mit ihrem zweiten Platz im zweiten Rennen des Wochenendes war die Meisterschaft endgültig entschieden.
In Oschersleben fiel schließlich auch noch die Entscheidung in der 600er Challenge für die kurzen 600er-Gespanne. Dort konnten Jürgen Damaschke und Luca Grunow beziehungsweise ersatzweise Manuel Huppert ihren Titel aus dem Vorjahr verteidigen und damit erneut die Challenge-Meisterschaft für sich entscheiden.
Damit sind nun alle Meisterschaftsentscheidungen der Saison 2026 gefallen. Die Int. Sidecar Trophy verabschiedet sich nach einem ereignisreichen Finale in Oschersleben in die Winterpause – mit neuen Champions, spannenden Zweikämpfen und vielen Geschichten, die diese Saison geprägt haben.
Text + Fotos: Doreen Müller-Uhlig