Regulations: Helmkamera + Onboard-Kamera

Warum sind Helmkameras eigentlich verboten?

Nein, wir möchten euch nicht die coolen Onboard-Aufnahmen vermiesen.

Und nein, wir haben auch nichts gegen spektakuläre Videos aus dem Cockpit.

Der Grund ist tatsächlich ein ganz einfacher: Sicherheit.

Ein Helm ist ein geprüftes Sicherheitssystem. Er wurde genau so getestet und zugelassen, wie er vom Hersteller ausgeliefert wird. Eine zusätzliche Kamera am oder sogar im Helm verändert dieses System – und niemand kann mit Sicherheit sagen, wie sich das bei einem Sturz auswirkt. Was im Fahrerlager wie ein kleines Zusatzteil aussieht, kann bei einem Unfall plötzlich zum Problem werden. Zusätzliche Druckpunkte, veränderte Belastungen oder unerwartete Kräfte auf Kopf und Nacken sind Risiken, die niemand freiwillig eingehen möchte.

Deshalb sind Helmkameras gemäß Reglement nicht zulässig.

Gute Nachrichten für alle Videofans:

Onboard-Kameras sind selbstverständlich weiterhin möglich. Sie müssen lediglich den Vorschriften entsprechen und bei der Technischen Abnahme vorgeführt werden. Also bitte vor der Anreise noch einmal einen Blick ins Reglement werfen. Das erspart Diskussionen bei der Technischen Abnahme und sorgt dafür, dass wir alle das Wochenende dort verbringen können, wo wir hingehören: Auf der Rennstrecke statt am Abnahmestand.

Wir freuen uns auf euch in Schleiz!

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Why are helmet cameras prohibited?

No, we do not want to spoil your cool onboard footage.

And no, we are not against spectacular cockpit videos.

The reason is actually quite simple: safety.

A helmet is a certified safety device. It has been tested and approved exactly as supplied by the manufacturer. Adding a camera to or inside the helmet changes that system – and nobody can say with certainty how it may behave in the event of a crash. What may look like a small accessory in the paddock can become a problem during an accident. Additional pressure points, altered impact loads or unexpected forces acting on the head and neck are risks nobody wants to take.

For this reason, helmet cameras are not permitted under the regulations.

Good news for all video enthusiasts: Onboard cameras are still permitted. They simply need to comply with the regulations and must be presented during Technical Scrutineering. So please take a moment to check the regulations before travelling to the event. It will avoid unnecessary discussions during scrutineering and ensure that we can all spend the weekend where we belong: On the racetrack, not at the scrutineering bay.

We look forward to seeing you in Schleiz!

Starterliste Schleiz

Starterliste Int. Sidecar Trophy 2026
Nr.Fahrer/BeifahrerLand1000600
3Kochlöfl/
Maixner
CZ/CZx
5Schröder/
Zimmermann
CH/Dx
8Damaschke/
Grunow
D/Dx
11Schmidt/SiemßD/Dx
13Schlosser/KriegD/Dx
14Gnefkow/
Kinmayer
D/Dx
15Wotzka/LaudyD/Dx
16Preuß/
Dirnthaler
D/Ax
18Arnschek/
Prudlik
D/Dx
22Bell/PreisingerD/Dx
25Svejda/MaixnerCZ/CZx
26Hollburg/
Czerski
D/Dx
30Zimmermann/
Hirschi
D/CHx
33Seib/WalterD/Dx
43Volland/
Gubernath
D/Dx
51Kuiper/KuiperNL/NLx
52Kindermann/
Kindermann
D/Dx
56Rutz/ Billich, MCH/Dx
55Steiner/
Rupprecht
CH/Dx
60Herpel/MarklinD/Dx
66Roscher/
Burkhard
D/CHx
67Brouwer/
Ter Steeg
NL/NLx
73Wirth/ Billich, RD/Dx
77Reeves/FarnierGB/Fx
79Sedlacek/
Sedlacek
CZ/CZx
85Kranenburg/
Seegers
NL/NLx

Drei Siege in drei Rennen – und ein Denkanstoß zum Thema Sicherheit

Mit dem Hauptrennen endete am Sonntag das Rennwochenende der Internationalen Sidecar Trophy auf dem Grobnik Circuit in Rijeka. Bei hochsommerlichen Temperaturen warteten noch einmal 20 Minuten plus eine Runde auf die Teams. Nach zwei spannenden Sprintrennen am Samstag sollte auch das Hauptrennen nicht enttäuschen – und bot neben packendem Motorsport am Ende auch Anlass, über das Thema Sicherheit nachzudenken.

Bereits das morgendliche Warm-up fand bei besten Bedingungen statt. Nicht alle Teams nutzten die Gelegenheit für letzte Abstimmungsarbeiten, doch die Temperaturen ließen bereits erahnen, dass Fahrer, Beifahrer und Material noch einmal ordentlich gefordert werden würden.

Alle Teams gingen schließlich an den Start. Lediglich Mike Roscher und Anna Burkhard entschieden sich nach technischen Arbeiten an ihrem Gespann für einen Start aus der Boxengasse. Auch Ezra Brouwer und Palmira ter Steeg waren wieder mit dabei. Die Niederländer hatten ihre Motorprobleme vom Vortag erfolgreich beheben können und nach einem problemlosen Warm-up grünes Licht für das Rennen erhalten.

Beim Start hatten zunächst Benjamin Herpel und Luca Siemß kurz die Nase vorn. Doch Enrico Wirth und Ronja Billich übernahmen bereits in der Anfangsphase die Führung und begannen schon in den ersten Runden, sich vom Feld abzusetzen. Dahinter reihten sich Herpel/Siemß auf Rang zwei ein, gefolgt von Franz Kapeller und Markus Billich.

Während Wirth/Billich an der Spitze bereits nach der ersten Runde mehr als vier Sekunden Vorsprung herausgefahren hatten, entwickelte sich dahinter der eigentliche Kampf des Rennens. Herpel/Siemß, Kapeller/Billich, Ezra Brouwer/Palmira ter Steeg, Peter Schröder/Michael Prudlik sowie Markus Volland/Lena Gubernath bildeten über weite Strecken die spannende Verfolgergruppe.

Teilweise kamen mehrere Gespanne nahezu nebeneinander auf die Start-Ziel-Gerade und kämpften um die beste Position für die erste Kurve. Die Zuschauer bekamen dabei genau das zu sehen, was den Seitenwagensport auszeichnet: harte, aber faire Zweikämpfe, spektakuläre Manöver und ständig wechselnde Abstände.

Währenddessen arbeitete sich Mike Roscher nach seinem Boxengassenstart beeindruckend durch das Feld. Runde für Runde machte das BMW-Gespann Positionen gut und rückte immer näher an die Spitzengruppe heran.

Für das erste vorzeitige Ende sorgten Maximilian Bell und Julia Preisinger. Ein Defekt am Kupplungszug bedeutete das Aus für das Team, das bis dahin mitten in der stark umkämpften Verfolgergruppe gelegen hatte.

An der Spitze blieb das Bild unverändert. Enrico Wirth und Ronja Billich spulten ihre Runden mit beeindruckender Konstanz ab. Runde für Runde bewegten sich ihre Zeiten im Bereich von 1:36 Minuten. Die Konkurrenz konnte das Tempo zwar mitgehen, den Rückstand jedoch nicht entscheidend verkürzen.

Dahinter gelang es Mike Roscher und Anna Burkhard schließlich, sich bis auf Rang zwei vorzuarbeiten. Der Kampf um die weiteren Podiumsplätze blieb dagegen bis weit in die zweite Rennhälfte offen. Benjamin Herpel und Luca Siemß konnten sich zwischenzeitlich etwas Luft verschaffen, doch Franz Kapeller und Markus Billich ließen nicht locker. Immer wieder arbeiteten sie sich Stück für Stück wieder heran und setzten das vor ihnen liegende Gespann unter Druck. So blieb der Kampf um die Podestplätze bis in die Schlussphase des Rennens spannend.

Mit zunehmender Renndauer kamen die ersten Überrundungen hinzu. Doch auch diese Situationen wurden von allen Beteiligten routiniert und fair gelöst. Jeder blieb auf seiner Linie, die schnelleren Teams fanden ihren Weg vorbei – genau so, wie man es im Seitenwagensport kennt.

Bereits auf der letzten Runde schien das Rennen entschieden, als es in der ersten Kurve noch einmal zu einem Schreckmoment kam. Das Gespann von Benjamin Herpel und Luca Siemß drehte sich ein und überschlug sich. Das Fahrzeug blieb auf dem Dach liegen.

Glücklicherweise kamen Fahrer und Beifahrer mit leichten Blessuren davon. Da das Feld bereits nahezu vollständig durch war und die Sieger feststanden, wurde das Rennen nicht mehr unterbrochen.

Besonders bemerkenswert war die Reaktion der Teams. Das Siegergespann Enrico Wirth und Ronja Billich hielt unmittelbar nach dem Zieleinlauf an der Unfallstelle an. Gemeinsam mit weiteren Helfern wurde zunächst Benjamin Herpel aus seiner Lage befreit und anschließend das Gespann wieder aufgerichtet.

Der Vorfall zeigte einmal mehr den außergewöhnlichen Zusammenhalt innerhalb der Sidecar Trophy. Gleichzeitig machte die Situation aber auch deutlich, wie wichtig ausreichend geschultes Personal entlang der Strecke ist. Moderne Überwachungssysteme und Light Panels können viele Aufgaben unterstützen, sie ersetzen jedoch nicht die Menschen vor Ort, wenn nach einem Unfall schnelle Hilfe erforderlich ist.

Gerade im Seitenwagensport gelten besondere Anforderungen bei der Bergung von Fahrer, Beifahrer und Fahrzeug. Die sichere Rettung eines unter einem Gespann liegenden Beifahrers erfordert Erfahrung und spezielle Kenntnisse. Der Vorfall in Rijeka ging glimpflich aus, unterstrich aber einmal mehr die Bedeutung gut ausgebildeter Streckenposten und einer ausreichenden personellen Besetzung an den Strecken.

Sportlich änderte der Zwischenfall nichts mehr am Ausgang des Rennens. Enrico Wirth und Ronja Billich machten mit ihrem dritten Sieg im dritten Rennen das perfekte Wochenende komplett.

In der Trophy-600-Wertung belegten Franz Kapeller und Markus Billich Rang zwei vor Markus Volland und Lena Gubernath auf Platz drei.

Bei den 1000ern setzte sich erneut Mike Roscher gemeinsam mit Anna Burkhard durch. Platz zwei ging an Peter Schröder und Michael Prudlik, während Roman Sedlacek und Katerina Rozenkova erneut den dritten Rang belegten.

Zusätzlich wurden die Sieger der F2-Challenge geehrt. Hier werden die Ergebnisse aller Rennen des Wochenendes zusammengezählt. Die Gesamtwertung ging an Jürgen Damaschke und Trophy-Neuling Manuel Huppert. Für Huppert war es das erste Rennwochenende in der Internationalen Sidecar Trophy – und direkt der erste Pokal seiner noch jungen Trophy-Karriere.

Mit dem Rennen in Rijeka endet für die Internationale Sidecar Trophy zugleich ein Kapitel. Da die IGFC im kommenden Jahr kein Adria Race mehr in Kroatien ausrichten wird, war es der letzte Trophy-Auftritt auf dem Grobnik Circuit im Rahmen dieser Veranstaltung.

Die Serie bedankt sich bei der IGFC für die langjährige Zusammenarbeit und die stets herzliche Gastfreundschaft in Kroatien.

Für die Teams geht es nun ohne lange Pause weiter. Bereits in wenigen Wochen wartet mit dem traditionsreichen Schleizer Dreieck die nächste Herausforderung der Saison.

Three Wins from Three Races – and a Reminder About Safety

The feature race on Sunday brought the International Sidecar Trophy weekend at Grobnik Circuit in Rijeka to a close. With summer temperatures continuing to rise, the teams faced one final challenge: 20 minutes plus one lap. After two exciting sprint races on Saturday, the main race delivered plenty of action once again – and also provided a moment that reminded everyone of the importance of safety in motorsport.

The morning warm-up took place under perfect conditions. Not all teams took to the track for final adjustments, but the temperatures already hinted at the demanding race that lay ahead for drivers, passengers and machinery alike. All teams eventually lined up on the grid. The only exception was Mike Roscher and Anna Burkard, who opted to start from pit lane following technical work on their BMW outfit. Ezra Brouwer and Palmira ter Steeg were back on track after successfully solving the engine issues that had troubled them earlier in the weekend. A trouble-free warm-up session gave the Dutch team confidence to take the start.

At the start, Benjamin Herpel and Luca Siemß briefly held the advantage. However, Enrico Wirth and Ronja Billich moved into the lead early on and immediately began to pull away from the field. Herpel/Siemß settled into second place, followed by Franz Kapeller and Markus Billich. While Wirth and Billich had already built a lead of more than four seconds by the end of the opening lap, the real battle developed behind them. Herpel/Siemß, Kapeller/Billich, Brouwer/ter Steeg, Schröder/Prudlik and Volland/Gubernath formed a highly competitive chasing group for much of the race.

At times, several outfits ran almost side by side down the start-finish straight, fighting for the ideal position into Turn One. The spectators were treated to exactly what sidecar racing is all about: hard but fair racing, spectacular overtaking attempts and constantly changing gaps. Meanwhile, Mike Roscher produced an impressive recovery drive from pit lane. Lap after lap, the experienced German worked his way through the field, steadily closing in on the front runners.

The first retirement of the race came when Maximilian Bell and Julia Preisinger were forced to pull out due to a broken clutch cable. Until then, they had been firmly involved in the intense battle within the chasing pack. At the front, however, the situation remained unchanged. Enrico Wirth and Ronja Billich continued to deliver lap after lap with remarkable consistency, repeatedly circulating in the 1:36 range. While their rivals were able to match the pace at times, nobody could significantly reduce the gap.

Behind them, Roscher and Burkard eventually fought their way up to second place. The battle for the remaining podium positions remained open well into the second half of the race. Herpel and Siemß occasionally managed to create a small cushion, but Kapeller and Billich refused to give up. Time and again they closed the gap and kept the pressure on, ensuring that the fight for the podium remained alive until the closing stages.

As the race progressed, lapped traffic began to play a role. However, these situations were handled professionally and fairly by all competitors. Everyone held their line and the faster teams found their way through – exactly as sidecar racing should be. The race appeared settled on the final lap when a dramatic moment occurred in Turn One. The outfit of Benjamin Herpel and Luca Siemß spun and overturned, coming to rest upside down.

Fortunately, both driver and passenger escaped with only minor injuries. With the majority of the field already through and the winners effectively decided, the race was not interrupted. Particularly noteworthy was the reaction of the competitors. Immediately after taking the chequered flag, race winners Enrico Wirth and Ronja Billich stopped at the accident scene. Together with other helpers, they first assisted Benjamin Herpel and then helped return the outfit to its wheels.

The incident once again highlighted the extraordinary spirit and camaraderie within the Sidecar Trophy paddock. At the same time, it also served as a reminder of the importance of having sufficiently trained personnel around the circuit. Modern monitoring systems and light panels can support race control in many ways, but they cannot replace people when immediate assistance is required following an accident.

Sidecar racing presents unique challenges when it comes to recovering riders, passengers and machines. Safely assisting a passenger trapped beneath an outfit requires experience and specific knowledge. Fortunately, the incident in Rijeka ended without serious consequences, but it once again underlined the importance of well-trained marshals and adequate staffing levels around the circuit.

From a sporting perspective, the accident had no effect on the final result. Enrico Wirth and Ronja Billich completed a perfect weekend by taking their third victory from three races. In the Trophy 600 classification, Franz Kapeller and Markus Billich finished second ahead of Markus Volland and Lena Gubernath in third place.

In the 1000cc category, Mike Roscher and Anna Burkard once again claimed victory. Peter Schröder and Michael Prudlik secured second place, while Roman Sedlacek and Katerina Rozenkova completed the podium in third.

The winners of the F2 Challenge were also honoured. This classification combines the results from all races over the weekend. Overall victory went to Jürgen Damaschke and Trophy newcomer Manuel Huppert. For Huppert, it was his first race weekend in the International Sidecar Trophy – and he immediately celebrated his first trophy.

The Rijeka event also marked the end of an era for the International Sidecar Trophy. As the IGFC will no longer host the Adria Race in Croatia next year, this was the final Trophy appearance at Grobnik Circuit as part of the event. The series would like to thank the IGFC for many years of excellent cooperation and warm hospitality in Croatia. There is little time to rest, however. In just a few weeks, the teams will head to one of the highlights of the season: the legendary Schleizer Dreieck.

Text: Doreen Müller-Uhlig
Foto: Nick Seifert / Sidecar News

Nachlese Rijeka, Infos Schleiz

Liebe Alle,

Rijeka liegt hinter uns. Danke Doreen hast du toll geschmissen die Veranstaltung, danke an die Teams für die Diziplin, danke Maggus für die Pokalspende. Ergebnisse und Punktestände online.

Schleiz liegt vor uns.

Unser Fahrerlager ist wie immer die geteerte Fläche unten, hinter dem Start/Ziel Bereich. Ich werde mit meinen „Hütchen“ vor Ort sein. Wie immer bitte zusätzliche Wohnmobile, Wohnwagen, nicht gebrauchte Anhänger auf den Wiesenbereich oberhalb abstellen. Ja das Stromkalbel langt bis da oben hin. Bitte stellt euch direkt ordentlich und gerade auf, ich kümmer mich nicht auch noch um dieses Feld.

Anbei schon mal der vorläufige Zeitplan für Schleiz. Lizenz und Papierabnahme sowie Transponder oben direkt beim Veranstalterbüro. Einlass Fahrerlager ab Donnerstag morgen. Albert Raßfeld wird wohl für den Reifenservice vor Ort sein. Von hier aus: Gute Besserung Harald.

Fahrerbesprechung Schleiz: 16.30 Wohmo Eckart!

Nenngeld Most: Nennungsschlus war der vergangene Freitag (29.5.2026). Bitte um Erledigung falls noch nicht geschehen. Danke.

Vielen Dank an Vanessa und Ken Knapton für die Pokalspende in Schleiz. Sie werden beide wieder vor Ort sein.

Ciao Euer Team Trophy

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